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Auslandssteirer zurückholen!

Wie die Steiermark mit internationaler Erfahrung ihren Wohlstand sichern kann.

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Hunderttausende Österreicher:innen leben im Ausland, während in der Steiermark Fachkräfte fehlen. Wir wollen dieses Potenzial nicht länger ungenutzt lassen, sondern diese Expats mit einem Rückholprogramm gezielt für die Heimat gewinnen.

Das Potenzial ist längst da 

Wenn über Fachkräftemangel gesprochen wird, richtet sich der Blick oft nur nach außen. Dabei gibt es ein riesiges Potenzial, das Österreich und die Steiermark längst haben: Menschen, die hier aufgewachsen sind, im Ausland Erfahrungen gesammelt haben und viel Know-how mitbringen. 

Rund 624.800 Österreicher:innen lebten Stand 1. Juli 2024 im Ausland. Das sind Hunderttausende Menschen mit Ausbildung, Berufserfahrung, internationalen Netzwerken und oft auch einer starken Verbindung zur Heimat.  

Viele von ihnen sind nicht weggegangen, weil sie der Steiermark den Rücken kehren wollten. Sie sind gegangen, um Neues zu lernen, Karrierechancen zu nutzen und ihren Horizont zu erweitern. Genau dieses Wissen sollten wir aktiv zurückholen. 

Der Arbeitsmarkt steht unter Druck 

Dass wir uns dieses Potenzial nicht länger leisten können liegen zu lassen, zeigen die Zahlen deutlich. Bis 2040 sinkt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in Österreich um knapp 262.000. Gleichzeitig sagen 78 Prozent der Unternehmen, dass sie bereits vom Fach- und Arbeitskräftemangel betroffen sind.  

Das ist die eigentliche Herausforderung: Der Wettbewerb um qualifizierte Menschen wird härter. Wer Wohlstand, Innovation und gute öffentliche Leistungen erhalten will, muss alles daransetzen, Fachkräfte zu gewinnen und vorhandenes Potenzial besser zu nützen. 

Warum Rückkehr gerade jetzt attraktiv ist 

Für viele Menschen verändert sich der Blick auf das Leben nach einigen Jahren im Ausland. Was anfangs spannend und dynamisch wirkt, verliert mit der Zeit oft an Reiz, wenn politische Unsicherheit, gesellschaftliche Spannungen oder mangelnde Planbarkeit dazukommen. 

Die Steiermark hat hier echte Stärken: Stabilität, Sicherheit, hohe Lebensqualität und ein Umfeld. Das ist kein Nebenaspekt, sondern ein echter Standortvorteil. 

Was ein Rückholprogramm leisten muss 

Ein steirisches Rückholprogramm darf kein PR-Projekt sein. Es muss konkret helfen: beim beruflichen Wiedereinstieg, bei der Vernetzung mit Unternehmen, bei Fragen rund um Gründung, Standortsuche und Verwaltung. 

Wer zurückkommen will, soll nicht durch Zuständigkeiten, Formulare und Bürokratie ausgebremst werden. Es braucht einen klaren Ansprechpartner, aktive Ansprache und ein Land, das sagt: Wir wollen euch zurück. 

Auch der Bund ist gefragt 

Damit Rückkehr leichter wird, braucht es auch auf Bundesebene Verbesserungen. Eine Bürgerinitiative für klare und erreichbare Kriterien bei der Beibehaltung der Staatsbürgerschaft liegt bereits im Parlament auf. Der Gegenstand wurde dem Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen zugewiesen; eine Unterstützung der Initiative ist hier möglich.

Unser Ziel ist klar: Die Steiermark soll nicht zuschauen, wie Wissen abwandert. Sie muss die Menschen zurückholen, die mit internationaler Erfahrung, Unternehmergeist und neuen Ideen dazu beitragen können, unseren Wohlstand zu sichern. 

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