
GRAZ-Wahl 2026
Graz wächst schneller als jede andere Stadt Österreichs – und die Stadtregierung eiert hinterher.
Schulden explodieren, Kinderbetreuungsplätze fehlen, Schulen sind überlastet, die Grazerinnen und Grazer stecken jeden Tag im Stau. KPÖ, Grüne und SPÖ verwalten den Stillstand. Die ÖVP verharrt im Schmollwinkerl und die FPÖ versinkt im eigenen Finanzskandal. Genug herumgeeiert. Graz braucht Mut – den Mut, unangenehme Wahrheiten anzusprechen, Probleme anzupacken und nach vorne zu schauen. Für ein unternehmer:innenfreundliches Graz ohne bürokratische Hürden, für eine Bildungsmetropole, in der kein Kind zurückgelassen wird und eine Stadt, die nicht im Stau steht, sondern in der jeder verlässlich ans Ziel kommt. NEOS machen einen klaren Vorschlag: Mit mutigen Reformen sparen wir Millionen bei Politik und Verwaltung und investieren in die Zukunft unserer Stadt!
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FAQ zur Grazer Gemeinderatswahl und zu NEOS Graz
Allgemeine Infos zur Wahl
Wann findet die Grazer Gemeinderatswahl statt?
Die Wahl wird am 28. Juni 2026 stattfinden.
Wer ist bei der Grazer Gemeinderatswahl wahlberechtigt?
Wahlberechtigt bei der Grazer Gemeinderatswahl sind alle Personen, die:
- spätestens am Wahltag 16 Jahre alt sind,
- die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder Unionsbürger:in sind,
- nicht durch gerichtliche Entscheidung vom Wahlrecht ausgeschlossen sind und
- ihren Hauptwohnsitz in Graz haben.
Nicht wahlberechtigt bei der Gemeinderatswahl sind dagegen Drittstaatsangehörige, also Personen ohne österreichische oder EU-Staatsbürgerschaft.
Finanzen und Prioritäten
Sind NEOS dafür, dass das Fußballstadion Liebenau von Stadt und Land um 60 Millionen Euro ausgebaut wird?
Nein. Sturm und GAK haben sich zwar ein neues Stadion verdient, aber wir müssen endlich ehrlich sein: Dank der Schuldenpolitik von ÖVP und KPÖ kann sich die Stadt Graz das derzeit nicht leisten. Wenn die Stadtregierung aus Geldmangel Schulausbauten streicht, können wir nicht 60 Millionen oder mehr in ein Fußballstadion stecken - da müssen wir Prioritäten setzen. Aber wir fordern den Bau eines Nationalstadions in Graz mit Bundesmitteln.
Warum ist Ihnen das Thema Finanzen so wichtig - die Grazer Bürger:innen interessiert das Thema offensichtlich nicht?
Doch - spätestens dann, wenn Schulen nicht gebaut, Straßen nicht saniert oder Leistungen gekürzt werden müssen. Genau das passiert aber gerade in Graz. Jahrelang wurde Politik nach dem Motto gemacht: „Irgendwie wird es schon gehen.“ Das Ergebnis sehen wir jetzt: Die Stadt Graz hat unter Siegfried Nagl und Elke Kahr 2 Milliarden Euro Schulden angehäuft.
Wenn eine Stadt gleichzeitig Schulausbauten stoppt, aber weiterhin Millionen für neue Förderungen, Prestigeprojekte oder Symbolpolitik ausgibt, dann läuft etwas falsch. Für uns geht es bei Finanzen nicht um trockene Zahlen, sondern um Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen. Denn jede neue Schuld von heute schränkt den Handlungsspielraum von morgen ein.
Wo genau wollen NEOS sparen?
Wir wollen dort sparen, wo Geld ohne klare Prioritäten oder ohne nachvollziehbaren Nutzen verteilt wird. Allein die Stadt Graz vergibt jedes Jahr über 40 Millionen Euro an Förderungen. Darunter finden sich immer wieder Projekte, bei denen sich viele Grazerinnen und Grazer zu Recht fragen, ob das wirklich Aufgabe der Stadt sein soll.
Deshalb fordern wir einen Stopp neuer freiwilliger Förderungen, eine vollständige Evaluierung aller bestehenden Förderungen sowie künftig verpflichtende Kosten-Nutzen-Rechnungen vor jeder Vergabe. Gleichzeitig sagen wir aber auch klar: Bei Bildung, Kinderbetreuung oder Sicherheit darf nicht gespart werden. Dort braucht Graz sogar mehr Investitionen.
Wie passt es zusammen, dass Sie sparen wollen und gleichzeitig eine marode Burgruine kaufen würden?
Gerade weil die finanzielle Lage so angespannt ist, braucht es klare Prioritäten und wirtschaftliche Vernunft. Deshalb sagen wir auch: Die Stadt kann nicht gleichzeitig jedes Prestigeprojekt umsetzen.
Bei der Burgruine Gösting sehen wir aber - gemeinsam mit dem Thalersee - großes Potenzial für ein Naherholungsgebiet im Westen von Graz. Entscheidend ist aber, dass es ein tragfähiges Konzept gibt und private Investoren oder Public-Private-Partnership-Modelle eingebunden werden. Einfach Millionen auszugeben, ohne langfristigen Nutzen und ohne Finanzierungskonzept, lehnen wir ab.
Sind NEOS für den Bau des Energiewerks?
Wir NEOS sind nicht grundsätzlich gegen ein Energiewerk. Aber wir sind gegen ein 250-Millionen-Euro teures Prestigeprojekt ohne belastbare Finanzierung, ohne volle Transparenz und mit enormen Risiken für die Gebühren- und Steuerzahler:innen. Deshalb haben wir dem Planungsbeschluss im Jahr 2024 auch nicht zugestimmt.
Warum wollen NEOS die Bezirksräte abschaffen?
Vergleichbare Städte wie Linz kommen ganz ohne Bezirksstrukturen aus, dennoch halten wir die Bezirke in Graz für wichtige lokale Ankerpunkte. Aber 245 Politiker:innen sind für eine Stadt wie unsere einfach zu viel - mit einer Abschaffung der Bezirksräte können wir diese Zahl auf 65 reduzieren.
Es geht weniger ums Geld als ums Prinzip: weg von Parteifunktionären, hin zu echter Bürger:innenbeteiligung. Eine Direktwahl der Bezirksvorsteher:innen und halbjährliche Bürgerversammlungen bringen mehr direkte Demokratie - bei weniger Parteipolitik.
Bildung, Jugend und Zukunft
Was wollen NEOS in den kommenden 5 Jahren unbedingt umsetzen?
Wir fordern eine Fixplatzgarantie in der Kinderkrippe ab dem 2. Lebensjahr. Eltern sollen wieder in ihren Beruf einsteigen und Kinder sollen Deutsch lernen können. Nur die Fixplatzgarantie bringt echte Wahlfreiheit für Mütter und Väter. Das ist unser Ziel für Graz!
Was wollen NEOS für die Jugend in Graz tun?
Wir wollen, dass es in Graz Gemeindewohnungen als Starterwohnungen für die Jugend mit Kaufoption gibt. Denn viele junge Menschen starten heute mit Miete statt Eigentum - nicht, weil sie das wollen, sondern weil ihnen das nötige Geld fehlt. Wer aber dauerhaft nur mietet, ist steigenden Wohnkosten auf Dauer ausgeliefert.
Damit rückt der Traum von den eigenen vier Wänden zwangsweise weiter in die Ferne. Genau deshalb braucht es Modelle, die leistbares Wohnen mit einer realistischen Perspektive auf Eigentum verbinden. Wenn Graz junge Menschen in der Stadt halten will, dann muss leistbares Wohnen endlich als echte Zukunftsfrage verstanden werden. Eigentum darf kein Luxus sein, sondern muss für junge Grazerinnen und Grazer wieder erreichbar werden.
NEOS kürzen das Budget der Unis. Wie lässt sich das mit ihrer Bildungspolitik vereinbaren?
Dass die Bundesregierung insgesamt konsolidieren muss, ist bekannt. Doch das dem Wissenschaftsministerium zugewiesene Budget macht unserer Ansicht nach solche Kürzungen im Unibudget nicht notwendig. Im Ressort sollte daher geprüft werden, welche Mittel umgeschichtet werden können oder welche Schwerpunkte man setzen will. Wir sehen das gleiche Muster in Graz - während für unnötige Dinge Schulden gemacht werden, stoppt die Stadtregierung dringend notwendige Schulbauten.
Uns ist wichtig, dass der Universitäts- und Forschungsstandort Graz solide finanziert und die Universitätsbudgets ausreichend dotiert bleiben. Die Universitäten bilden schließlich das Rückgrat der österreichischen Forschung - wer Innovation will, muss auch starke Hochschulen sicherstellen.
Wollen NEOS Studiengebühren einführen?
Sollten Studienbeiträge notwendig sein, sind wir gesprächsbereit. NEOS treten bekanntlich seit jeher für nachgelagerte Studiengebühren ein. Das Modell der nachgelagerten Studiengebühren in Kombination mit einem treffsicheren Stipendienmodell ermöglicht eine faire Finanzierung der Universitäten, bei gleichzeitiger Sicherstellung, dass soziale Herkunft nicht über Hochschulzugang entscheidet.
Wohnen und Stadtentwicklung
Soll die Stadt Graz die Burgruine Gösting erwerben und für die Öffentlichkeit zugänglich machen?
Ja. Wir sehen in Kombination mit dem Thalersee viel Potenzial für ein Naherholungsgebiet im Westen und wollen uns für eine Lösung einsetzen - etwa mit privaten Investoren oder einem Public-Private-Partnership-Modell. Stillstand ist keine Option.
Sind NEOS für eine Leerstandsabgabe?
Nein. Der Aufwand der Erhebung und der Kontrolle erscheint um ein Vielfaches höher als der kolportierte Effekt. Wir müssen daran arbeiten, Leerstand zu minimieren und Eigentümer:innen zu motivieren, Wohnungen tatsächlich auf den Markt zu bringen.
Sollen an Graz angrenzende Orte eingemeindet werden?
Ja. Die Lebensrealitäten haben sich verändert - immer mehr Menschen ziehen in die Umlandgemeinden, ihr Lebensmittelpunkt bleibt aber weiterhin in Graz. Die Stadt muss mit ihren 300.000 Einwohnern Infrastruktur für 600.000 Menschen bereitstellen - die Steuermittel bleiben aber in den Umlandgemeinden. Da brauchen wir eine Lösung.
Das kann eine Eingemeindung auf freiwilliger Basis sein oder aber auch ein finanzieller Ausgleich, beispielsweise ein einwohnerabhängiger Infrastrukturbeitrag, den die Gemeinden an die Stadt Graz abgeben müssen. Das Kirchturmdenken muss endlich ein Ende haben.
Verkehr und Infrastruktur
Wie wollen NEOS den Pendler:innenverkehr auf Nebenstraßen reduzieren?
Der Durchzugsverkehr gehört auf die Hauptachsen und nicht mitten durch Wohngebiete. Deshalb wollen wir dort, wo Nebenstraßen nachweislich als Schleichwege missbraucht werden, Fahrverbote für den reinen Durchzugsverkehr einführen. Zufahren dürfen weiterhin Anrainer:innen, Besucher:innen, Zustelldienste und Einsatzkräfte - aber Wohngebiete dürfen nicht länger Ausweichrouten für den Pendlerverkehr sein.
Für uns geht es dabei nicht um ein Gegeneinander von Autofahrer:innen und Anrainer:innen, sondern um Lebensqualität, Sicherheit und eine vernünftige Verkehrslenkung. Die Menschen in den Wohngebieten haben ein Recht darauf, dass Lärm, Schleichverkehr und gefährliche Situationen endlich reduziert werden.
Sind Sie für eine autofreie Innenstadt?
Nein. Wir sind auf der einen Seite zwar davon überzeugt, dass eine verkehrsberuhigte Innenstadt mehr Aufenthalts- und dadurch Lebensqualität bringt. Genauso wichtig ist für uns aber auf der anderen Seite, dass die Innenstadt gut erreichbar bleibt.
Verkehrsberuhigung heißt für uns also nicht aussperren, sondern die Innenstadt so zu gestalten, dass man gerne dort ist und die freie Wahl hat, wie man hinkommt - ob zu Fuß, mit dem Rad, den Öffis oder dem Auto. Dafür braucht es klare und einheitliche Regeln statt halber Lösungen: Auf die Fußgängerzone in der Schmiedgasse muss also jene in der Hans-Sachs-Gasse folgen.
Gleichzeitig muss auch endlich ein funktionierendes Parkleitsystem eingeführt werden, damit alle, die mit dem Auto in die Innenstadt kommen, auch gleich in einer Parkgarage einen Platz finden - ohne lange in den kleinen historischen Gassen der Grazer Altstadt einen Parkplatz suchen zu müssen. Und langfristig braucht es vor allem den S-Bahn-City-Tunnel, damit mehr Menschen einfach und bequem mit den Öffis in die Innenstadt kommen können.
Von wo bis wo soll der S-Bahn-City-Tunnel gehen und wer soll das bezahlen?
Der Grazer S-Bahn-City-Tunnel soll den Hauptbahnhof unterirdisch mit der Innenstadt und dem Ostbahnhof verbinden. Konkret verläuft die Trasse vom Hauptbahnhof über den Bereich Lendplatz/Keplerbrücke weiter Richtung Universität und Jakominiplatz bis zum Ostbahnhof. Damit entsteht erstmals eine echte innerstädtische Schnellbahnverbindung für Graz und den gesamten Großraum.
Und gerade weil das ein Infrastrukturprojekt mit enormer Bedeutung für die gesamte Region ist, darf die Finanzierung nicht allein an der Stadt Graz hängen bleiben. Gerade weil täglich zehntausende Pendler:innen aus dem Umland nach Graz kommen, braucht es eine Finanzierung durch Bund, Land und europäische Fördermittel.
Der City-Tunnel ist kein Luxusprojekt, sondern eine langfristige Lösung gegen Stau, Pendlerverkehr und Verkehrsüberlastung im Großraum Graz.
Wahlziel und NEOS
Was ist das Wahlziel von NEOS?
Unser Ziel sind drei Mandate - aber wir greifen nach den Sternen. In aktuellen Umfragen liegen wir bereits bei rund acht Prozent. Das zeigt: Immer mehr Menschen wollen echte Reformen für Graz.
Damit ist auch ein Stadtrat in Reichweite. Ein pinker Bildungsstadtrat in Graz - das wäre eine echte Chance, unsere Ideen endlich direkt umzusetzen: mehr Kindergartenplätze, bessere Schulen und echte Zukunftschancen für junge Menschen. Genau dafür kämpfen wir bis zur letzten Minute.
Eine Stimme für NEOS ist eine verlorene Stimme, weil ÖVP und KPÖ um den Bürgermeister kämpfen - was entgegnen Sie?
Es gibt kein echtes Duell um den Bürgermeistersessel. Die KPÖ liegt in allen Umfragen klar vorne. Die ÖVP versucht zwar, einen Bürgermeisterwahlkampf zu inszenieren, kämpft in Wahrheit aber eher um die Rolle des künftigen Juniorpartners.
Die eigentliche Frage dieser Wahl lautet daher nicht: Wer wird Bürgermeister? Sondern: Wer kontrolliert die Schuldenpolitik? Wer bringt Reformen? Wer deckt Missstände auf? Genau dafür braucht es starke NEOS im Gemeinderat.
Wer immer nur „strategisch“ wählt, bekommt am Ende genau die Politik, über die sich danach wieder alle ärgern. Eine Stimme für NEOS ist eine Stimme für Kontrolle, Transparenz und echte Reformen in Graz.


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