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Kinderpsychiatrie darf kein Luxus sein

Wir machen Druck, damit das Murtal nicht ohne Versorgung dasteht.

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Wenn es um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen geht, darf es keine Kompromisse geben. Umso dramatischer ist, was gerade in der Obersteiermark droht: Im Bezirk Murtal könnte ab April die letzte kinderpsychiatrische Anlaufstelle wegfallen. Damit würde eine ganze Region ohne Versorgung dastehen. Alternativ müssten Eltern nach Leoben oder Graz ausweichen. 

Das ist mehr als ein Einzelfall. Es ist ein Warnsignal dafür, wie fahrlässig die steirische Landesregierung Gesundheitspolitik betreibt: planlos und mit dem Prinzip Hoffnung. 

Was das für Familien konkret bedeutet 

Schon jetzt ist es für viele Eltern schwierig, überhaupt einen Platz zu finden. Und wenn doch, dann oft nur mit langen Wartezeiten oder hohen Kosten. 

Fällt die letzte Versorgung im Murtal weg, verschärft sich genau das: 

- Wer dringend Unterstützung braucht, muss auf Angebote in anderen Regionen ausweichen. 

- Regelmäßige Termine werden zur organisatorischen und finanziellen Belastung: Fahrten, Zeitverlust, Ausfall in der Arbeit. 

- Und für viele bleibt nur der Umweg über Wahlärzt:innen, bei denen man zunächst selbst zahlt und nur einen Teil rückerstattet bekommt. Das trifft vor allem Familien, die ohnehin jeden Euro im Geldbörsl umdrehen müssen. 

Den Eltern im Murtal einfach zu sagen, dass sie mit ihren Kindern woanders hinfahren sollen, kann also keine Option sein. 

Warum das die ganze Steiermark betrifft 

Die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung ist in der Steiermark ohnehin knapp bemessen. Lediglich 5 Kassenstellen für Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt es im ganzen Bundesland. Wenn dann auch noch bestehende Angebote wegfallen, gibt es unweigerlich einen Dominoeffekt: Der Druck auf Ambulanzen und Spitäler wächst weiter, die Wartezeiten in Zentren bzw. Ordinationen verlängern sich und die Versorgungsungerechtigkeiten zwischen Stadt und Land steigen weiter. 

Und genau deshalb ist das Murtal kein Einzelfall, sondern ein Auswuchs des gesundheitspolitischen Blindflugs: Es wird in Strukturen herumgeschoben, statt Versorgung verlässlich zu sichern.

NEOS haben Druck gemacht, und er wirkt

NEOS haben das Thema in der letzten Landtagssitzung aufgegriffen und Gesundheitslandesrat Kornhäusl konfrontiert. Unser Abgeordneter Robert Reif hat klargemacht: “Die Kinder einfach nach Leoben oder Graz weiterzuschicken, reicht nicht.” 

Nach der Debatte hat Kornhäusl öffentlich eine klare Erwartung formuliert: “Ich erwarte mir eine rasche Lösung!” Das ist ein wichtiger Schritt, denn ohne politischen Druck wäre das Thema leicht unter den Tisch gefallen. 

Auch Ingrid Jagiello, Psychotherapeutin sowie Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, bringt es auf den Punkt: “Reden wir miteinander!” Genau das braucht es jetzt: alle Verantwortlichen an einen Tisch, mit dem Ziel einer gesicherten Versorgung, nicht einer Ausrede. 

NEOS bleiben dran 

Eine “rasche Lösung” darf nicht nur eine Schlagzeile bleiben. NEOS werden weiter nachhaken, bis klar ist, wie die Versorgung im Murtal tatsächlich abgesichert wird. Kinder und Jugendliche brauchen Hilfe, wohnortnah und leistbar, und zwar in der ganzen Steiermark. 

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