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Kunasek hinterlässt Schulden bis ins Jahr 4072!

Die aktuelle Budgetanalyse des Landesrechnungshofs zeigt das ganze Ausmaß der steirischen Schuldenkrise: höchste Pro-Kopf-Verschuldung, explodierende Zinskosten und eine rechnerische Verschuldungsdauer von 2.046 Jahren. Bis Herbst braucht es ein echtes Reformpaket.

“Im Sommer darf die Landesregierung nicht blau machen, sie muss jetzt liefern!” (1)-1500x843

Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung Österreichs 

Während der Landtag in die Sommerpause geht, liefert der Landesrechnungshof eine ernüchternde Analyse des Landesbudgets. Die Steiermark weist 2025 eine Pro-Kopf-Verschuldung von 8.611 Euro auf, den höchsten Wert aller Bundesländer. 

2022 waren es noch 5.845 Euro. Damals lag die Steiermark noch hinter Kärnten und Niederösterreich. Innerhalb weniger Jahre ist das Land damit zum österreichischen Sorgenkind geworden. 

Schulden bis ins Jahr 4072 

Besonders drastisch ist die vom Landesrechnungshof berechnete Verschuldungsdauer. Nach aktuellem Stand würde die Steiermark 2.046 Jahre brauchen, um ihre Schulden vollständig abzubauen. Das bedeutet: Die Schulden würden rechnerisch bis ins Jahr 4072 reichen. 

Das KDZ (Zentrum für Verwaltungsforschung) empfiehlt eine maximale Verschuldungsdauer von 25 Jahren. Die Steiermark liegt davon nicht ein wenig, sondern Jahrtausende entfernt. 

Auch 2026 bleibt das Landesbudget mit einem geplanten Nettoergebnis von minus 808 Millionen Euro tief in den roten Zahlen. Von einer Trendwende kann keine Rede sein. 

Immer mehr Geld fließt in Zinsen 

Die Folgen des Schuldenkurses werden bereits sichtbar. Der jährliche Zinsaufwand des Landes ist von 69 auf 147 Millionen Euro gestiegen und hat sich damit mehr als verdoppelt. 

Dieses Geld verschwindet im Schuldendienst, statt für die Zukunft der Steiermark zur Verfügung zu stehen. Jeder zusätzliche Euro für Zinsen fehlt bei Schulen, Kinderbetreuung, Pflege, öffentlichem Verkehr und wichtigen Investitionen. 

Wer heute immer neue Schulden anhäuft, schränkt damit die Möglichkeiten künftiger Generationen ein. Die Rechnung für den fehlenden Reformwillen von heute zahlen die Steirer:innen von morgen. 

Kleine Kürzungen reichen längst nicht mehr 

Der Landesrechnungshof macht außerdem deutlich, dass sich das Budgetproblem nicht mehr durch ein paar kleinere Einsparungen lösen lässt. Nur 11,5 Prozent der Landesausgaben können kurzfristig frei gestaltet werden. 

Der Befund ist daher eindeutig: Eine nachhaltige Konsolidierung des Landeshaushalts ist nur mit strukturellen Maßnahmen möglich. Es braucht Reformen, die dauerhaft wirken – statt kurzfristiger Kürzungen und neuer Belastungen für die Bevölkerung. 

Die Verwaltung wächst schneller als die Einnahmen 

Ein zentraler Reformbereich ist die Landesverwaltung. Der Abgang im Amt der Landesregierung stieg um 47 Prozent auf 311,4 Millionen Euro. Während die Ertragsanteile – also jene Steuereinnahmen, die der Bund nach einem festgelegten Schlüssel an Länder und Gemeinden verteilt – um 35,6 Prozent wuchsen, legte der Personalaufwand um 55,6 Prozent zu. 

Allein zwischen 2021 und 2023 kamen beim Land 529 Stellen hinzu, davon 499 direkt im Amt der Landesregierung. Die Verwaltung wächst damit schneller als die Einnahmen – und mit ihr wachsen Bürokratie, Ausgaben und Schulden. 

Bis Herbst muss ein Reformpaket vorliegen 

Für uns ist klar: Die Landesregierung darf sich über den Sommer nicht zurücklehnen. Landeshauptmann Mario Kunasek und Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer müssen die kommenden Wochen nutzen, um ein umfassendes Reformpaket vorzubereiten. 

Dazu gehören ein echter Kassasturz, eine moderne und schlankere Verwaltung, ein Durchforsten aller Förderungen und strukturelle Veränderungen in den besonders kostenintensiven Bereichen des Landes. 

Niko Swatek bringt es auf den Punkt: „Im Sommer darf die Landesregierung nicht blau machen, sie muss jetzt liefern.“ 

Im Herbst müssen konkrete Maßnahmen auf dem Tisch liegen. Denn wer weiter nur auf Pump lebt, nimmt der nächsten Generation Wohlstand und politische Handlungsmöglichkeiten weg. Die Steiermark braucht endlich eine echte Trendumkehr. Nicht irgendwann, sondern jetzt. 

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