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10. September: Unfair Pay Day

Niko Swatek
Niko Swatek

Verglichen mit dem Burgenland verdienen unsere Elementar-Pädagog:innen so wenig, dass sie mit dem 10. September bis zum Jahresende gratis arbeiten müssen.

Bildungsschlusslicht Steiermark

Die Schulen, Kindergärten und Krippen öffnen wieder – sofern sie im Sommer überhaupt geschlossen waren. Gerade in den Kindergärten arbeiten Pädagog:innen und Betreuer:innen häufig am Limit, die Personal-Not ist groß, die Löhne aber vergleichsweise gering. Nirgendwo in Österreich verdienen sie weniger als in der Steiermark. Der Personalmangel und die daraus resultierende Bildungsarmut sind hausgemacht.

Vorbild Burgenland

Um das zu erkennen, reicht ein Blick über die Landesgrenzen – etwa ins Burgenland. Dort verdient eine bei der Gemeinde angestellte Elementarpädagogin im ersten Dienstjahr 3.222,20 Euro brutto im Monat. In der Steiermark liegt dieses Gehalt bei nur 2.222,70 Euro. Die Steiermark ist damit bundesweit Schlusslicht bei den Löhnen - und auch bei den Lohnerhöhungen. In Oberösterreich verdienen Elementar-Pädagog:innen heuer um 429,50 Euro brutto mehr als im Vorjahr. In der Steiermark liegt dieser Wert bei nur 126,40 Euro.

Vergleicht man also die Situationen in der Steiermark und im Burgenland, arbeiten die Elementar-Pädagog:innen bei uns ab dem 10. September gratis.

Chancensprungbrett statt Bildungsarmut

Auch was die Gehälter der Betreuerinnen betrifft, ist die Steiermark im Österreich-Vergleich abgeschlagen. Nur Tirol zahlt hier noch weniger, hat aber dafür zuletzt deutlich stärker erhöht als die Steiermark. Unsere Vorstellung von Wertschätzung und fairer Bezahlung sieht anders aus, wir fordern eine längst überfällige umfassende Bildungsreform. Die Krippen und Kindergärten sind das erste und wichtigste Chancensprungbrett für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben. Das bedeutet auch, dass wir ein stabiles und positives Arbeitsumfeld schaffen.

Schwarz-Rot verschläft Reform

Unverständlich ist, warum die Landesregierung und Landesrat Amon erst mit kommendem Herbst Reformen im Bereich der Gehälter angehen wollen. Viele Eltern werden diesen Herbst wieder ohne Krippen oder Kindergartenplatz für ihr Kind dastehen. Amon hätte schon längst alle Hebel in Bewegung setzen müssen, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Bei Gehalt und Wertschätzung darf die Landesregierung nicht länger auf der Bremse stehen und auf den nächsten Herbst vertrösten. Eine Anhebung der Gehälter mit spätestens 1. 1. 2024 ist unerlässlich.

Welchen Stellenwert die Bildung bei der Landesregierung hat, zeigt ein peinliches Versäumnis, das in der kommenden Landtagssitzung am 19. September behoben werden soll: Die Bundesregierung hat eine Novelle des Schulerhaltergesetzes veranlasst. Die Länder müssen diese übernehmen und die meisten haben das auch schon erledigt, denn eigentlich muss dieses mit 1. September in Kraft treten. Landesrat Amon hat dies jedoch für die Steiermark verschlafen und muss das nun nachholen - obwohl der Anwand minimal ist und man fast fünf Monate Zeit hatte ...

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