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Warum ich vorerst keinen Misstrauensantrag gegen Bürgermeister Pack mehr stellen werde.

Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Seit September habe ich sehr viel Zuspruch bekommen. „Lass dich nicht unterkriegen.“ oder „Mach weiter so. Genau so einen brauchts in der Politik.“ höre ich oft, auch einige positive E-Mails habe ich bekommen. Angekündigt habe ich, dass ich so lange Misstrauensanträge stellen werde, bis der Bürgermeister zurücktritt. Bis heute habe ich insgesamt drei Misstauensanträge gestellt, die allesamt von ÖVP, SPÖ und FPÖ abgelehnt worden sind. Wohlgemerkt den Antrag auf Abstimmung. Denn final abgestimmt wird ein Misstrauensantrag in geheimer Abstimmung. Diese wurde damit getrost verhindert.

Und obwohl ich vollkommen überzeugt davon bin, dass dieser Bürgermeister längst rücktrittsreif ist, werde ich vorerst keinen Misstrauensantrag mehr stellen. Ich habe wirklich lange überlegt und mir am Silvestertag einen ganzen Tag Zeit genommen, mich zurückgezogen und über das letzte Jahr nachgedacht – eben auch über die Misstrauensanträge. Und obwohl vieles dafür sprechen würde, ist der Grund dafür eigentlich ganz einfach: Meine Zeit ist mir zu schade.

Da meine Tätigkeit als Gemeinderat ehrenamtlich ist und ich keinen Cent dafür bekomme, tue ich mir das einfach nicht mehr an. Anträge zu schreiben kostet Zeit. Zeit die ich lieber in Dinge investieren möchte, die konkret etwas bewirken. Wie meine Initiative „Unternehmen wir was“ beispielsweise. Da kann jede und jeder mitarbeiten und die Innenstadt wieder zum Leben erwecken. Der erste Workshop am 3. Februar war wirklich großartig. Ich denke es braucht mehr Bürgerinnen- und Bürgerallianzen auf Zeit. Die biete ich jetzt noch aktiver an. Die Politik sollte mit den Menschen zusammenarbeiten und nicht andauernd untereinander streiten. Dafür bin ich zu NEOS gegangen und darauf möchte ich mich wieder besinnen.

Der Bürgermeister wird erst dann gehen, wenn er es will und die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte von ÖVP, SPÖ und FPÖ werden ihm bis dahin die Stange halten – Misstrauensanträge hin oder her. An dieser Stelle möchte ich auch die Verantwortung der Wählerinnen und Wähler nicht außer Acht lassen. Nur zu sagen „Genau so einen brauchts in der Politik.“ reicht nicht. Man muss selbst aktiv werden. Wer Veränderung will, muss dafür kämpfen. Nicht umsonst, heißt es Wahlkampf. Und der Nächste kommt bestimmt. Wer schon jetzt mitarbeiten will, ist herzlich willkommen. Eine einfache formlose E-Mail an dominik.berghofer@neos.eu reicht aus.

Dominik Berghofer, NEOS-Gemeinderat in Hartberg