Die Landesregierung hat 1.000 Tage geschlafen und keinen Finger gegen die akute Bildungs- und Betreuungskrise in unserem Land gerührt!

Die akute Bildungs- und Betreuungskrise schlägt in der Steiermark weiter hohe Wellen. Die Verzweiflung ist den betroffenen Eltern genauso wie den Pädagog_innen und Betreuer_innen im Gesicht abzulesen und ihre Not wird von Tag zu Tag größer. Nachdem Kindergarten- und Kinderkrippengruppen geschlossen und Gruppenzeiten massiv reduziert wurden, mussten sogar Sicherheitskräfte organisiert werden, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Zusätzlich ist nach Beginn des Betreuungsjahres immer nicht klar, wie viele Eltern noch einen Platz in einem Kindergarten oder einer Kinderkrippe suchen, geschweige denn, wie viele Pädagog_innen und Betreuer_innen bereit sind, Stunden aufzustocken oder neu in den Beruf der_des Elementarpädagog_in einzusteigen. Denn selbst langjährige Mitarbeiter_innen überlegen zu kündigen, weil sie keine Anerkennung und Wertschätzung erhalten. Trotz all der Dramatik und Verzweiflung ist seitens der zuständigen Landesregierung außer weiteren Ausreden und vagen Ankündigungsversprechen aber nichts zu hören. Nicht einmal in dem von uns geforderten Sonderlandtag war der zuständige Bildungslandesrat Werner Amon bereit, Sofortmaßnahmen auf den Weg zu bringen und der Krise aktiv zu begegnen. Obwohl die Landesregierung bereits die letzten 1.000 Tage verschlafen hat und die Probleme im Bereich der Bildung und Betreuung unserer Kleinsten ignoriert hat, schaut sie weiterhin weg und handelt nicht!

So kann es nicht weitergehen!

Die Landesregierung hat in der von uns NEOS einberufenen Sondersitzung des Landtages weiterhin versucht, die Krise klein zu reden und sich mit weiteren Ankündigungsversprechen herauszureden. Der Protest wird sich nun zunehmend auch auf die Straße verlegen. So ist bereits eine Demonstration von Betroffenen Eltern, Pädagog_innen und Betreuer_innen angekündigt und wir NEOS werden auch weiterhin Unterstützungserklärungen für unsere Initiative "Rette den Kindergarten" sammeln. Unser Ziel ist es, die Landesregierung nicht aus ihrer Verantwortung entkommen zu lassen, denn die katastrophale Situation in der steirischen Elementarpädagogik betrifft uns alle. Sie ist leider bezeichnend für das konservative Familienbild in unserem Land, das darauf achtet, dass Frauen den Großteil der Betreuung bei sich zu Hause bewerkstelligen. Deshalb bezeichnen wir NEOS die Schließung von Kindergarten- und Kinderkrippengruppen nur als die Spitze des Eisbergs. Denn alle Eltern, deren Kinder sich nach wie vor verzweifelt auf einer Warteliste befinden, werden von der Landesregierung sowieso außer Acht gelassen. So kann es nicht weitergehen. Für uns ist weiterhin klar: Die Landesregierung muss JETZT handeln!

"Es braucht eine sofortige Bildungs- und Betreuungsgarantie für alle Eltern!"

In der Steiermark fehlt es nach wie vor an Wertschätzung und Anerkennung gegenüber allen Pädagog_innen und Betreuer_innen. Dazu gehören bessere Rahmenbedingungen genauso wie faire Gehälter, denn die Steiermark ist doppeltes Bildungsschlusslicht mit den schlechtesten Betreuungsquoten in ganz Österreich und bezahlt seinen Pädagog_innen in öffentlichen Trägern am wenigsten! Diese Zahlen zeigen, dass die Landesregierung seit Jahren auf die aktiven Mitarbeiter_innen vergisst. Für uns NEOS ist aber klar, dass Klatschen - wie in der Coronakrise - alleine einfach nicht mehr ausreicht! Und ja, dazu braucht es endlich auch die lange geforderte Reduktion der Gruppengrößen von derzeit 25 Kinder je Pädagog_in auf 20 und als Perspektive auf 15. Diese muss noch schneller erfolgen, als es die Landesregierung vor hat, denn ohne echte Perspektive werden weiterhin zahlreiche Elementarpädagog_innen und Betreuer_innen ihren Beruf verlassen und Eltern verzweifelt auf einen Betreuungsplatz warten müssen. Eine Bildungs- und Betreuungsgarantie für alle Eltern, wie wir sie fordern, ist absolut geeignet, um die akute Bildungs- und Betreuungskrise zu beenden. Wir NEOS haben seit 2019 bereits drei dringliche Anfragen an die jeweils zuständigen Bildungslandesrät_innen gestellt. Deshalb liegen die Lösungen bereits am Tisch und wir sagen: Nach 1.000 Tagen muss die Landesregierung endlich aufwachen!

 

Unterzeichne jetzt unsere Forderungen und gib allen Betroffenen der akuten Krise eine laute Stimme im steirischen Landtag!

Hier geht´s zur Kampagnenwebsite und zur Unterschriftenliste für "Rette den Kindergarten" (kindergartenretten.at)

 

Sofortmaßnahmen 

Vollzeitoffensive

für Elementarpädagog_innen und Betreuer_innen. An alle Pädagog_innen und Betreuer_innen mit dem Angebot herantreten, Vollzeit zu arbeiten.

Faire Bezahlung

für Elementarpädagog_innen und Betreuer_innen. Die Steiermark darf nicht länger Schlusslicht sein.

Bessere Rahmenbedingungen JETZT

Entbürokratisierung des Alltags der Mitarbeiter_innen. Flächendeckendes Angebot für Beratung (Supervision).

Echte Zukunftsperspektive

Raschere Senkung der Gruppengröße auf 20 Kinder bis 2025 und 15 Kinder bis 2030. 

Betroffenen eine Stimme geben

Wem die Zukunft unserer Kinder am Herzen liegt, kann ab sofort ein Zeichen setzen.