NEOS “Dringliche” zu ein Jahr Elementarpädagogik-Crashkurse: Keine Reformen in Sicht?

Die Hälfte der Zeit der Elementarpädagogik-Sonderregelung ist verstrichen. Mit einer Dringlichen Anfrage stellen NEOS Landesrätin Bogner-Strauß über die von ihr gesetzten Maßnahmen im letzten Jahr zur Rede und fordern eine Garantie zum versprochenen Ende der Crashkurse nach 2 Jahren.
 

Eine Dringliche Anfrage an Landesrätin Bogner-Strauß im Landtag soll den Fokus der Landesregierung endlich auf die elementare Bildung lenken. Dabei stellen NEOS 15 Fragen und fordern die Regierung so zum Handeln auf. Die Zeit drängt, denn vor einem Jahr, am 13. Oktober 2020, hat die Landesregierung für die Elementarpädagogik einen drastischen Schritt gesetzt: Zwei Jahre lang soll es Personen ohne entsprechendem Abschluss möglich sein, als ElementarpädagogIn zu arbeiten. Die Landesregierung hat sich selbst damit ein Zeitfenster von zwei Jahren erspielt, um gegen den Fachkräftemangel in der Elementarpädagogik vorzugehen. 

“Die Hälfte der von der Landesregierung erkauften Zeit ist vorüber, doch die Arbeitsbedingungen an unseren Kindergärten haben sich immer noch nicht verbessert. Noch immer warten ElementarpädagogInnen und BetreuerInnen vergebens auf Reformen. Von der zuständigen Landesrätin Bogner-Strauß kommt jedoch nichts”, fasst Swatek das erste Jahr der Sonderregelung zusammen. “Noch immer sind die Gruppen in unseren Kindergärten zu groß. Noch immer können sich Pädagoginnen den Kindern nicht voll und ganz annehmen. Noch immer ist die Bezahlung unattraktiv und noch immer zieht der Beruf kaum Männer an”, blickt Swatek auf die vielen offenen Baustellen der Elementarpädagogik. Als einzige Maßnahme des letzten Jahres, erwähnt Bogner-Strauß immer wieder die zwei, vom Bund etablierten, neuen Elementarpädagogik-Kollegs. Die niedrige Anmeldezahl und die Tatsache, dass es bis jetzt nur vom Bund Maßnahmen gab, stellt Klubobmann Swatek vor eine Frage “Will man dem Fachkräftemangel überhaupt entgegenwirken? Oder warum packt Bogner-Strauß keinerlei Reformen an? Es sind die Rahmenbedingungen, die sich endlich verbessern müssen, damit bereits ausgebildete Elementarpädagogen den Beruf auch ergreifen”, so Swatek, der neben einer stufenweisen Senkung der Gruppengrößen auch ein, im Kindergarten endlich erforderliches, Betreuungsverhältnis von 1:7, sowie eine bessere Bezahlung von Personal im elementarpädagogischen Bereich fordert. Auch eine qualitative Erhebung über die Motive und Gründe von BerufseinsteigerInnen, die sich gegen den Beruf entscheiden, soll durchgeführt werden. 

“Unsere Kinder brauchen Profis und die Zeit dafür wird knapp. Es drängt sich die Vermutung auf, dass die Landesregierung ihren eigens erspielten Zeitraum übersieht. Unsere Dringliche Anfrage wird jedenfalls klären, ob und wie die Landesregierung die Elementarpädagogik aufwerten will. Es steht die Zukunft unserer Kinder am Spiel, wenn die Landesrätin die elementare Bildung an unseren Kindergärten komplett übersieht”, so Swatek der in der Dringlichen Anfrage von Bogner-Strauß auch eine Garantie für ein zeitgerechtes Ende der Crashkurs-Regelung in einem Jahr einfordert. Wie Bogner-Strauß das ohne Reformen gelingen will, muss sie in der Anfrage erklären. Bekanntlich wirken Reformen leider nie von heute auf morgen. 

 

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