BÄUERLICHE SELBSTBEDIENUNGSLÄDEN DURCHGEHEND ÖFFNEN

NEOS fordern 24-Stunden-Öffnungszeiten für bäuerliche Selbstbedienungsläden

Landtagsabgeordneter und Landwirtschaftssprecher Robert Reif: “Hinter jedem einzelnen bäuerlichen Selbstbedienungsladen steht eine Familie! Es kann nicht sein, dass unsere Regierung den hohen regionalen Stellenwert dieser Läden ignoriert und den Familien unnötig Hürden in den Weg legt. Es braucht dringend eine Regelung die es den betroffenen Familien ermöglicht legal und ohne Nachteile ihre bäuerlichen Produkte rund um die Uhr anzubieten!” NEOS stellen einen Antrag im Landtag um die Landesregierung aufzufordern, für die betroffenen LandwirtInnen einzutreten. 

Die bäuerliche Direktvermarktung, zu der auch 24-Stunden-Selbstbedienungsläden zählen, hat in der Steiermark über die letzten Jahre hinweg stark zugenommen. Die steirischen KonsumentInnen schätzen die Regionalität und hohe Qualität der Produkte. Die LandwirtInnen können sich damit ein wichtiges zusätzliches Wirtschaftsstandbein schaffen. Insbesondere während der Corona-Pandemie sind Nachfrage und Angebot stark gestiegen. So hat sich die Zahl der bäuerlichen Selbstbedienungsläden seit 2020 in der Steiermark von 40 auf 150 beinahe vervierfacht und die Zahl der steirischen Lebensmittel-Automaten gar auf 300 versechsfacht. Mit zunehmendem Erfolg haben die LandwirtInnen in ganz Österreich allerdings mit starren gesetzlichen Strukturen zu kämpfen. So unterliegen jene BetreiberInnen die ihren 24-Stunden-Selbstbedienungsladen auch für Produkte von anderen LandwirtInnen zugänglich machen, dem Öffnungszeitengesetz. Obwohl diese Läden keine ArbeitnehmerInnen beschäftigen, für die das Gesetz ursprünglich verabschiedet wurde!

“Völlig absurd, dass ein Selbstbedienungsladen dem Öffnungszeitengesetz unterliegt. Die Bezeichnung `Selbstbedienung` verrät doch schon, dass kein Mensch im Laden steht, der aktiv Produkte verkauft. Wir Steirer und Steirerinnen sind stolz auf unsere regionalen Produkte! Kürzere Transportwege, klimafreundlicher Vertrieb durch Nahversorgung und die Gewissheit über die Qualität und Herkunft der Produkte dürfen nicht weiterhin von den Regierenden bestraft werden! Die Landesregierung muss unverzüglich handeln und sich für unsere LandwirtInnen stark machen”, so Reif abschließend.