Bei uns regiert der Beton!

Zu viel Asphalt ist hässlich

Im Bezirk Weiz wird viel betoniert. Viele „kahle“ und grüne Stellen werden in Kleinstädten und Dörfern zubetoniert oder asphaltiert. Dieser Trend hat auch vor Pischelsdorf am Kulm nicht halt gemacht. Am Rundparkplatz beispielsweise, wo man nicht nur die Parkplätze asphaltierte, sondern auch das restliche verbliebene Grün entfernt hat. Mich stört das gewaltig, immer im Sommer auf viel zu heißem Asphalt herumzulaufen und in der Nähe der B54 kein bisschen Grün zu haben.

 

Bodenversiegelung schadet mehr, als sie nützt

Zu den Tatsachen: Bodenversiegelung wirkt sehr negativ auf den natürlichen Wasserhaushalt, da der Boden nicht mehr als Puffer dient. Der oberflächliche Abfluss wird gesteigert, was zu Mangel an Trinkwasser, vereinzelten Dürreschäden und im schlimmsten Fall stärkerem Hochwasser führen kann. Außerdem, Versiegelungen absorbieren – da überwiegend dunkle Flächen (Asphalt) entstehen – viel Wärme. Genau das, was wir an heißen Tagen nicht wollen.  

Ich finde, zu viel Beton und Asphalt sieht nicht nur nicht gut aus, sondern schädigt auch noch den Boden und schränkt die Tiervielfalt ein. Pischelsdorf am Kulm darf auf keinen Fall auch eine „Asphaltgemeinde“ werden! 

 

Das möchte ich dagegen tun:

Begrünung der Straßen(ränder) rund um die B54: Da diese am meisten benützt werden, ist es wichtig, vor allem bei diesen verkehrsreichen Straßen auf ausreichende Begrünung am Straßenrand zu setzen. Dies kann in Form von Bäumen geschehen, die an den verbleibenden grünen Flächen eingesetzt werden oder anhand von Blumenbeeten, die die ungenutzten Flächen aufhübschen sollen.

 

Ein Umweltcheck für zukünftige Bauprojekte: Die zuletzt genehmigten Bauprojekte ließen, was Grünflächen und Nachhaltigkeit angeht, sehr zu wünschen übrig. Vor jedem zukünftigen Klein- oder Großbauprojekt soll es einen Umweltcheck geben, der die Pläne auf Herz und Nieren prüft, um zukünftige Grünflächen zu gewährleisten.

 

Mehr Parks und Gärten für die Pischelsdorfer_innen: Parks sollen zum Entspannen im Grünen einladen. Diese sollen gut erreichbar sein und ein Entspannungsangebot für alle liefern. Außerdem möchte ich weitere Gemeinschaftsgärten schaffen, um den Leuten die Möglichkeit zu geben, selbst ein bisschen zu “garteln” und ihr Gemüse selbst zu ernten. Bereits existierende öffentliche Gärten möchte ich vergrößern, um noch mehr Grünfläche zum Spielen und Austoben oder Entspannen und Genießen zu haben.

 

Begünstigungen für asphalt- und betonfreies Bauen: Gebäude, die in Zukunft in Pischelsdorf errichtet werden, sollen von der Gemeinde besonders gefördert werden, wenn sie den Kriterien des “Green Building” entsprechen. Dies fordere ich für öffentliche wie private Gebäude.

 

Clemens Kastenhuber