Qualität statt Quantität

Um den Standort Ramsau noch attraktiver zu gestalten, ist es von besonderer Bedeutung, innovative Ideen und nachhaltige Angebote entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu forcieren. Es gilt auf aktuelle Entwicklungen, wie zum Beispiel die Digitalisierung, rasch zu reagieren und die Vorteile dieser Entwicklungen zu nutzen. Die Anforderungen an die Tourismusbranche werden komplexer, individueller und wesentlich informationsintensiver und das nicht nur aufgrund veränderter Gästebedürfnisse, die ein modernes Datenmanagement voraussetzen, sondern auch aufgrund der wachsenden Zahl neuer Technologien.
 

Unsere Forderungen für echten Qualitätstourismus in Ramsau

Der Tourismus muss auch in Zukunft ein zentraler Baustein für unsere lebenswerte Heimat sein. Allerdings wollen wir nicht, dass dem Tourismus alles untergeordnet wird. Dabei sind unsere Devisen “Qualität statt Quantität” und “Authentizität statt Inszenierung”. Auch hier braucht es wieder einen ressourcenschonenden und nachhaltigen Umgang mit der Natur. In erster Linie brauchen wir nicht den Tourismus, sondern unsere Naturlandschaft, die die Tourist_innen anzieht. Auf lange Sicht braucht es zudem innovative touristische Konzepte, um nachhaltig auf den Klimawandel reagieren zu können. Deshalb fordern wir

  • die digitale Besucherlenkung mithilfe von Apps und QR-Codes
  • innovative und nachhaltige Tourismus-Strategien
  • ein ökologisches Verkehrskonzept für eine CO² neutrale Ramsau
  • Photovoltaikanlagen auf Dächern von öffentlichen Gebäuden
  • den Ausbau des 5G Breitbandnetzes
     

Regionalität ist unsere Stärke

Wir fordern eine Online-Plattform für Bio- Bauern aus der Region zur Vermarktung ihrer Produkte! Ein Beispiel: Konsument_innen bestellen sich Fleisch direkt vom Hof. Erst, wenn sich genügend Käufer_innen gefunden haben, wird das Tier geschlachtet und das Fleisch verkauft – entweder direkt ab Hof oder per Lieferung. Viele kreative und innovative Ideen sind in den letzten Jahren entstanden, um die Vermarktung regionaler und gesunder Lebensmittel voranzubringen. Die Vorteile der Direktvermarktung liegen auf der Hand:

  • Höhere Einnahmen, da Zwischenhändler wegfallen
  • Unabhängigkeit von Marktpreisen und Normvorgaben
  • Höhere Einkommenssicherheit für die Produzent_innen 
  • Die Bevölkerung gewinnt wieder mehr Bezug zum Markt und zu den eigenen Produkten
  • Direktes Feedback, Lob und Wertschätzung von den Kund_innen

 

Unsere regionalen Produzent_innen stärken

Für die Zukunft sehen die Direktvermarkter_innen im Ab-Hof-Verkauf die größten Chancen. Nicht weit dahinter sehen die Landwirte im Internet das größte Entwicklungspotenzial, gefolgt vom Zustelldienst und Bauernladen, sowie dem Bauernmarkt. Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel liegen schon eher zurück – vielleicht auch wegen der hohen Anforderungen an Qualität, Menge, ständige Verfügbarkeit und Flexibilität. Auch hier könnte man ansetzen und Wege finden, Gastronomie und Direktvermarkter stärker zusammenzubringen

Niklas Brandstätter