So wird Markt Hartmannsdorf zur jugendfreundlichsten Gemeinde!

Wie steht es um die Einbindung der Jugend in unsere Gemeindepolitik?

Ehrlich gesagt, wird viel zu wenig für die Jugendlichen in der Gemeinde getan. Meiner Meinung nach fehlt es an direkter politischer Beteiligung und Dialog auf Augenhöhe. Es muss aufgezeigt werden, wie wichtig politische Meinungsbildung und die Beteiligung an Entscheidungen ist. Die Österreichische Jugendwertestudie gibt Aufschluss darüber, wie es um das Vertrauen der Jugendlichen in die Politik steht. Für die Studie wurden 1.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 29 Jahren befragt. Die Politik spielt laut der Studie kaum eine Rolle in der Lebenswelt Jugendlicher. Der Aussage „Die meisten Politiker haben keine Ahnung, wie es den meisten Menschen geht“ können über 80% der Jugendlichen zustimmen. Und etwa 70% aller Jugendlichen wählen bei Wahlen das für sie geringste Übel. Ein Umstand, der mich sehr nachdenklich stimmt. Deshalb möchte ich mich stärker für die Jugendlichen in unserer Gemeinde einsetzen. Was es braucht sind bessere Rahmenbedingungen, damit sich Jugendliche nach ihren eigenen Vorstellungen entfalten können. Wir brauchen kein politisches Entertainment, um Jugendliche zu erreichen.

 

Wir NEOS wollen Jugendliche auf ihrem Weg bestmöglich fördern und unterstützen!

Daher setzen wir NEOS in der Gemeinde Markt Hartmannsdorf ganz klare Signale:

Wir möchten Rahmenbedingungen schaffen, damit Jugendliche die größtmögliche Flexibilität in ihren Bestrebungen haben. Jugendliche sollen unsere Gemeinde aktiv mitgestalten!

In unserer Gemeinde sind sehr viele Jugendliche ehrenamtlich tätig. Egal ob Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz oder Sportverein, die Jugendlichen unserer Gemeinde sind die tragende Säule der Freiwilligenarbeit. Ohne sie wäre auch die Ortsstelle des Roten Kreuzes in unserer Gemeinde nicht aufrecht zu erhalten. In vielerlei Hinsicht wird das Engagement unserer Jugendlichen als selbstverständlich hingenommen. Aber geht es um die Durchsetzung der Anliegen unserer Jugend, stößt man in der Gemeinde auf wenig Unterstützung. Ich finde wichtig, dass das Engagement unserer Jugendlichen sichtbar gemacht und honoriert wird. Ganz egal, ob es sich um schulische oder außerschulische Leistungen handelt.

 
Top-Ticket

Derzeit gilt das Top-Ticket nur für Studierende, die ihren Hauptwohnsitz nach wie vor in der Gemeinde haben. So bleiben sie in Markt Hartmannsdorf gezählt und die Gemeinde verliert keine Steuereinnahmen. Aber was ist mit unseren Schüler_innen in der Oberstufe?

Denn viele unserer Schüler_innen entscheiden sich nach der NMS für eine Höhere Schule in Feldbach, Gleisdorf, Weiz oder wo auch immer. Und diese Schüler_innen müssen sehr oft außerhalb ihrer Freifahrt für Schulaufgaben oder sonstige Projekte mit Schüler_innen anderer Gemeinden zusammenarbeiten oder haben einfach neue Freund_innen außerhalb der eigenen Gemeinde gefunden. Ähnlich steht es um unsere Lehrlinge in der Gemeinde, die oft außerhalb des Gemeindegebietes ihre Lehrstelle haben. Deshalb fordern wir einen Zuschuss für das Top-Ticket für Schüler_innen und Lehrlinge! Damit möchte ich optimale Rahmenbedingungen schaffen, um die größtmögliche Mobilität und Flexibilität für unsere Jugendlichen zu gewährleisten.

 

Fahrsicherheitstraining

Viele unserer Jugendlichen machen außerdem eine L17 –  oder L Führerscheinausbildung, die mit hohen Kosten verbunden ist. Mobilität und Flexibilität sind jedoch in ländlichen Gegenden eine maßgebliche Voraussetzung für soziale Teilhabe. Viele Gemeinden fördern daher zumindest das verpflichtende Fahrsicherheitstraining, nur Markt Hartmannsdorf, die „jugendfreundlichste Gemeinde“, nicht. Wir setzen uns für die Förderung von Fahrsicherheitstrainings für Jugendliche ein! Bei uns NEOS sind alle Ideen und Anregungen herzlich willkommen und wer Interesse und Zeit hat, kann sich gerne in Themen der Gemeinde- oder auch Europapolitik einbringen. In unserer Gemeinde wollen wir die Übernahme von Verantwortung, die durch die Volljährigkeit erlangt wird, auch mit einem eigenen Festakt feiern. In einigen österreichischen Gemeinden hat das schon eine lange Tradition, da die Erlangung der Volljährigkeit in rechtlicher und politischer Hinsicht eine besondere Bedeutung hat.

 

Feier für Jungbürger_innen in Markt Hartmannsdorf

Ich trete dafür ein, dass seitens unserer Gemeinde ein Aufruf an die junge Generation gerichtet wird, um deren aktive Mitgestaltung zu fördern. Unsere Gemeinde stellt sich hinter die junge Generation, ganz egal, wohin deren Wege noch führen werden. Als junge Europäer_innen möchten wir auch alle dazu einladen, Europa aktiv mitzugestalten. Die Schaffung von konstruktiven Rahmenbedingungen, echten Förderungen und der Appell an die Verantwortung der jungen Bürger_innen -in Hinblick auf ein gemeinsames Europa- das ist unser Zugang zu den Jugendlichen unserer Gemeinde.

Machen wir Markt Hartmannsdorf gemeinsam zu einer wahrlich „jugendfreundlichen Gemeinde“!

Christian Reinstadler, März 2020

 

Quelle:

1) Institut für Jugendkulturforschung, 1090 Wien, Presseinformation vom 7.10.2019 www.jugendkultur.at (3.6.2020)