Kinderbetreuung in Zeiten von COVID-19

Urlaub schon aufgebraucht?

Viele Eltern waren nicht nur am Höhepunkt der Krise gefordert, sondern waren es davor, sind es jetzt und werden es auch in Zukunft sein: Zahlreiche Erziehungsberechtigte haben uns berichtet, dass sie ihre Urlaubskontingente für dieses Jahr bereits in den letzten Wochen ausgeschöpft haben und es sie vor große Schwierigkeiten stellt, ihre Kinder in den Sommermonaten adäquat zu betreuen. Belastend kommt hinzu, dass der Kontakt zu den Großeltern nach wie vor eingeschränkt ist. 

 

Gemeindekooperationen sind ein Zukunftsmodell

Ein Schlüssel in der Sicherstellung der Kinderbetreuung – nicht nur in Zeiten Coronas – kann im Bereich der Gemeindekooperationen liegen. Zu diesem Thema gibt es bereits zahlreiche Studien, die vor allem den Vorteil für kleinere Gemeinden in den Vordergrund rücken. Der wachsende Bedarf führt dazu, dass Gemeinden nun auch zunehmend für Kinderbetreuungseinrichtungen Verantwortung übernehmen müssen, denn eine gute Kleinkindbetreuung gewinnt immer mehr an Stellenwert und wird als Bildungsauftrag gesehen. Kleine Gemeinden tun sich hier jedoch häufig schwer damit, flexible Betreuungsangebote zu schaffen. Täten sich jedoch ein paar Gemeinden zusammen, könnten hier viele Vorteile wie eine bessere Auslastung, eine Qualitätssteigerung und vor allem Flexibilität bzw. eine bessere Planbarkeit (Pool von Springer_innen oder Expert_innen) entstehen. Die Betreuungsdefizite könnten somit ein für alle Mal der Vergangenheit angehören und auch die Kosten könnten in Grenzen gehalten werden. Dafür werde ich mich als Gemeinderat einsetzen!

 

Hermann Fuchs