Projekt Reinhard-Machold-Straße

Was die Leute beschäftigt

Die Kommunalpolitik wird oft als die Königsdisziplin der Politik bezeichnet. Warum? Gerade in der Gemeindepolitik kann jeder Politiker rasch einen Zusammenhang zwischen Problem und Lösung finden, und die Lösung auch gleich umsetzen. Die Bewertung des Ergebnisses lässt danach durch die Gemeindebürger_innen nicht auf sich warten. Genau diese Aufgabenstellungen waren ein wesentlicher Grund für mich, mich in der Gemeindepolitik zu engagieren. Eines dieser vielen Mikrothemen war die Verkehrsbelastung in der Reinhard-Machold-Straße in Hart bei Graz. Da ich selbst seit 2006 unweit von dieser Straße wohne, weiß ich genau, unter welchen Belastungen die dort ansässigen Harter_innen litten. Im Gemeinderatswahlkampf 2015 habe ich dieses Anliegen thematisiert und mit einem Flyer visualisiert.

 

Analyse der Situation

Nach der Wahl und als Teil der Bündnispartner habe ich die Problematik in den Gemeinderat gebracht. Als erster Schritt wurden mobile Verkehrsdisplays angeschafft, die nicht nur die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge anzeigt, sondern diese auch exakt mit Uhrzeit speichert. Damit war es erstmals möglich, eine Auswertung der Verkehrsbelastung der verschiedenen, stärker frequentierten Straßen in Hart bei Graz zu evaluieren. Es zeigte sich, dass das subjektive Gefühl durch die Messungen bestätigt wurde. Die Reinhard-Machold-Straße war eine der am stärksten durch den Verkehr belasteten Nebenstraßen in Hart bei Graz.

 

Taten statt Worte

2018 konnte mit Unterstützung des Landes der Umbau der Straße in Angriff genommen werden. Seitliche Straßenverengungen und eine neu gestaltete Bushaltestelle, sowie ein nun durchgehender breiterer Fußweg führten dazu, dass nun die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge um ein Drittel gesenkt werden konnte. Sogar die Gesamtanzahl der durchfahrenden Fahrzeuge in dieser Straße wurde durch die Umbaumaßnahmen stark reduziert. Die Umsetzung des Projektes Reinhard-Machhold-Straße ist damit ein Beispiel für eines unserer eingelösten Wahlversprechen.

 

Jochen Kotschar