Parken in der Stadt und Kreisverkehr Rothleiten

Das Thema Straßenverkehr in Frohnleiten treibt mich besonders um. Ich habe zu diesem Punkt sehr viele Ideen, einige davon sind schnell umsetzbar, die anderen werden wahrscheinlich vorerst noch eine Vision bleiben – nichtsdestotrotz will ich sie hier mit aller Ernsthaftigkeit behandeln. Aufgrund der Mächtigkeit dieses Themenbereichs werde ich dieses Thema auf zwei Beträge aufteilen. Hier geht es zum zweiten Beitrag!

 

Zauberwort: Park-Leit-System

Vor welche Herausforderungen stellt uns der Verkehr in Frohnleiten? Das mögen sich jetzt einige fragen, denn oberflächlich läuft eigentlich alles reibungslos ab. Doch versetzen wir uns kurz in die Lage eines Autofahrers, der kurz am Hauptplatz einen Kaffee trinken will oder Passbilder vom Hartlauer benötigt. Mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nutzt dieser Autofahrer nicht die Tiefgarage, also sucht er einen Parkplatz entlang des Marktes. Hier fängt das Problem an: Es gibt schlichtweg keine Orientierung, welche Parkplätze denn gerade besetzt sind und welche nicht. Somit fährt der Autofahrer im Schritttempo an allen Parkmöglichkeiten – immer auf der Suche nach einem Parkplatz – vorbei und ärgert sich, dass weder bei der Feuerwehr noch bei der Raiffeisenbank eine Stellfläche frei ist. Entnervt parkt er seinen Wagen schlussendlich beim Rathaus oder gar beim Penny-Markt, da hier meist wirklich noch freie Parkplätze vorhanden sind.

 

Diese fehlende Information und Koordination aller Parkplätze im Zentrum will ich mit einem Park-Leit-System aus der Welt schaffen! Nummerierte und beschilderte Parkflächen sollen mit Hilfe von elektronischen Anzeigetafeln jeweils vor den Parkplätzen und beiderseits des Stadtzentrums zu den freien Stellflächen weisen. Somit kann jede_r, egal ob ansässig oder nicht, auf Anhieb einen Parkplatz finden. Nerviges Auf- und Abfahren des Parkwegs und unnötige Lärm-, Abgas- und Nervenbelastung könnte so manchem_r Autofahrer_in erspart bleiben! So ein System wäre schnell umsetzbar, kostengünstig zu installieren und schließlich eine Wirtschaftsstärkung für das Stadtzentrum!

Die kleine Welt der Kreisverkehre

Eine weitere beinahe alltägliche Situation: Derselbe Autofahrer hat nach einer anstrengenden Parkplatzsuche seinen Kaffee am Hauptplatz ausgetrunken und begibt sich nun auf den Heimweg. Er wohnt in der Gams. In Rothleiten nähert er sich dem Kreisverkehr und will als pflichtbewusster Bürger diesen auch ordnungsgemäß ausfahren. Doch da kommt aus Richtung Laufnitzdorf ein anderes Auto entgegen, welches den Kreisverkehr ignoriert und einfach geradewegs über das Kopfsteinpflaster in der Kreisverkehrmitte hinweg donnert. Unser Autofahrer hatte Glück, er konnte rechtzeitig anhalten und wurde nicht seitlich gerammt.

 

Mir persönlich passiert diese Situation beinahe wöchentlich und vielen Anrainer_innen sowie Pendler_innen ist diese Problematik bekannt. Denn der kleine und gedrungene Kreisverkehr erfüllt nicht seine Aufgabe, im Gegenteil: Er ist eine Gefahrenstelle! Einerseits ist er zu klein, um ihn sinngemäß auszufahren, andererseits ist die Kreisverkehrmitte – welche eigentlich nicht befahren werden sollte – auf demselben Höhenniveau wie die Straße. Somit kann er geradewegs passiert werden, was auch von der Mehrheit der Autofahrer so praktiziert wird. Das ist aus verkehrspsychologischer Sicht auch völlig logisch, denn wieso sollte ich hier einen engen Bogen fahren, wenn ich auch ohne Behinderung geradeaus darüber hinweg fahren kann? Ich will mich hier auch nicht rausnehmen, ich habe diesen Kreisverkehr – außer ich fahre in die Gams – nie ausgefahren.

 

Meine Idee zur Entschärfung dieser Gefahrenstelle ist eine sinnvolle Kreuzung mit einer eigenen Abbiegespur in die Gams. Denn so wird der fließende Verkehr entlang der Landstraße nicht durch einen nutzlosen Kreisverkehr gestört und die Gamser_innen können gefahrlos abbiegen, ohne der Gefahr in einen Unfall beim Befahren eines überflüssigen Kreisels verwickelt zu werden. Die Zufahrt zum kleinen Parkplatz gegenüber vom Gasthaus Dirnbacher wäre ebenso über eine kleine Zufahrt zu erreichen.

 

Dies wären zwei Projekte, welche sich schnell verwirklichen lassen würden und den Frohnleitner_innen mehr Zeitersparnis und Sicherheit im alltäglichen Straßenverkehr geben würden. Im zweiten Teil dieses Blogs werde ich dann noch auf weitere kleinere Vorhaben und große Träume eingehen.

 

Wir lesen uns!

Moritz Griebichler