NEOS zum Tag der Elementarbildung: Tempo! Tempo! Tempo!

Klubobmann Niko Swatek: “Noch immer sind keine Reformen für die Elementarpädagogik in Sicht. Das ist besonders aufgrund der angespannten Situation und der schlechten Rahmenbedingungen unbegreiflich!”

Der 24. Jänner ist der Tag der Elementarbildung, und auch im Jahr 2022 scheinen keine der dringenden Reformen seitens der Landesregierung in Sicht. NEOS nehmen daher an dem Aktionstag(1) in Graz teil, bei dem die Initiative #kinderbrauchenprofis auf die Missstände in der Elementarbildung aufmerksam machen wird. Der Fokus liegt dabei klar auf dem hohen Betreuungsschlüssel in der Steiermark, aktuell werden 25 Kinder von nur zwei Erwachsenen betreut. Der österreichische Berufsverband für Kindergarten- und HortpädagogInnen empfiehlt folgende PädagogInnen-Kinder Verhältnisse: 

  • Kinderkrippe: Max. 1:4 ( bei einer maximalen Gruppengröße von 12 Kindern) 
  • Kindergarten: Max. 1:7 (bei einer maximalen Gruppengröße von 20 Kindern)

NEOS Klubobmann Niko Swatek, Nationalratsabgeordnete Fiona Fiedler und der Grazer Gemeinderat Philipp Pointner werden die Initiative am Montag, 24.01., unterstützen. 

Doch nicht nur die steirischen Kindergärten kämpfen seit Jahrzehnten mit Herausforderungen, auch Bildungseinrichtungen die sich den Unter-Drei-Jährigen annehmen werden seitens der Landesregierung im Regen stehen gelassen. 

Neben der raschen Verbesserung der Rahmenbedingungen in der gesamten Elementarpädagogik fordern NEOS Landesrätin Bogner-Strauß dazu auf, endlich ihrer Pflicht nachzukommen und alles dafür zu tun, dass die Steiermark das festgelegte Barcelona-Ziel erreicht. Das Barcelona-Ziel der Europäischen Kommission sieht vor, dass im Jahr 2011 alle europäischen Staaten eine Kinderbetreuungsquote von 33 Prozent für 0-2-Jährige schaffen sollen, um so gegen Geschlechterunterschiede in der EU vorzugehen und die Erwerbsquote von Frauen zu erhöhen. Mit einer aktuellen Betreuungsquote von 17,8 Prozent(2) bei den Unter-Drei-Jährigen hat die Steiermark immer noch einen weiten Weg vor sich. Und das, obwohl man die Quote von 33 Prozent schon im Jahr 2010 erreichen hätte sollen. 

“In dem Wissen, dass die steirische elementare Bildung bei weitem nicht jene Standards erreicht, die von der EU vorgesehen sind, verzichtet Bogner-Strauß auf notwendige Reformen. Ein Armutszeugnis für die steirische Bildungspolitik und ein Schlag in die Magengrube von Eltern und PädagogInnen”, meint Swatek abschließend. 

(1)https://kinderbrauchenprofis.at/#:~:text=%E2%80%9ETag%20der%20Elementarbildung%E2%80%9C%20(24.1.2022)&text=In%20diesem%20PDF%20findet%20ihr%20alle%20n%C3%B6tigen%20Infos

(2) Familien in Zahlen 2021, Seite 75  https://www.oif.ac.at/fileadmin/user_upload/p_oif/Aktuelles/FiZ_2021.pdf